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Colloquium: Varnhagen von Ense, seine Sammlung und sein Kreis in europaeischer Perspektive – 10/17

Source of original post:
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=35155>

Author: Dr Nikolaus Gatter

Organiser: Varnhagen Gesellschaft e. V.
Date & Place: 21.10.2017 – 22.10.2017, Le Relais Charlemagne, 4, Route de Laon,
02840 SAMOUSSY, France


“Napoleon war… bei Laon in seinem Unternehmen gescheitert”. Mit diesen Worten leitet Karl August Varnhagen von Ense (1785-1858) seinen Bericht von den letzten siegreichen Scharmützeln des europäischen Eroberers Bonaparte ein, dessen Ende 1815 durch die Schlacht von Belle-Alliance oder, wie es heute geläufiger heißt, Waterloo besiegelt wurde. Durch Arbeitstagungen und Colloquien, u. a. 2002 in Florenz (Villa Romana), 2004 in Kleve (Schloss Gnadenthal) und 2009 in Bad Münster am Stein / Ebernburg, deren Erträge der Almanach der Varnhagen Gesellschaft (bisher drei Bände, Berlin: Berliner Wissenschafts-Verlag 2000-2015) dokumentiert, hat die Varnhagen Gesellschaft auf die Autographensammlung des Sammlers und Memoirenschreibers Varnhagen aufmerksam gemacht. Sie wird als Teil der im Zweiten Weltkrieg aus der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek ausgelagerten Bestände heute in Krakau (Biblioteka Jagiellonska) aufbewahrt. In Zusammenarbeit mit der Jagiellonischen Universität verweisen die dortigen Archivare auf die Bedeutung dieser Bestände als europäisches Kulturerbe, dessen Erschließung und editorische Bearbeitung noch kaum begonnen hat. Das hängt einerseiits mit der Fülle vorhandener Briefe von und an 9000 Personen, andererseits mit der Tatsache zusammen, dass durch Auslagerung und Teilung die Sammlung fast ein halbes Jahrhundert lang nicht genutzt werden konnte. Anlässlich ihres 20jährigen Bestehens lädt die Varnhagen Gesellschaft zu einem Colloquium in Samoussy bei Laon (Nordfrankreich) ein, das sich den europäischen Aspekten des Netzwerks widmet, das in den Briefen von und an 9000 Personen dokumentiert ist und nachzuvollziehen bleibt. Eine Anmeldung ist unter der Vereinsadresse erforderlich.


Programme

Samstag, 21. Oktober 2017

10.00
Stadtführung durch Laon mit dem Historiker MARIEL HENNEQUIN (Le Nouvion en Therache) Treffpunkt: vor dem Rathaus von Laon, Place du Général-Leclerc, 02000 Laon

Nachmittags bei Interesse der Teilnehmer evtl. Exkursion zum Chemin des dames im Umland

Sonntag, 22. Oktober 2017

11.00
MICHAEL JONES (Coleraine):
Frederick Augustus Hervey (1730-1803). European Traveller of his age

RAPHAEL CAHEN (Paris / Brüssel):
Friedrich Gentz 1764-1832. Penseur post-Lumières et acteur du nouvel ordre européen

NIKOLAUS GATTER (Köln):
“…hängt mit dem ganzen System der verbündeten Mächte eng zusammen”. Europa in Varnhagens Blättern aus der preußischen Geschichte

PAWEL ZARYCHTA (Kraków):
“alles mahnt mich nun dringend dir zu schreiben”. Rosa Maria Assing im Briefwechsel mit Karl August Varnhagen von Ense

RENATE STERNAGEL (Berlin):
Ein Leben auf Papier: Fanny Lewald und Adolph Stahr: Der Briefwechsel 1846-1852

KLAUS F. GILLE (Amsterdam):
Heine und Europa mit einem Seitenblick auf Varnhagen

DANA NAOMY MILLS (Oxford):
The Jewess as Pariah: Rahel Varnhagen, Hannah Arendt and Eleanor Marx

Ende der Tagung gegen 17.00

 


Contact & more information:

Varnhagen Gesellschaft e. V.
Hausweilerstraße 2, 50968 Köln
++49 221 16812719
++49 221 16812719
gesellschaft@varnhagen.info

Webseite der Varnhagen Gesellschaft mit aktuellen, unser
Interessengebiet berührenden Terminen, Hinweisen auf Vereinsaktivitäten
und einer Linksammlung. <http://www.varnhagen.info>


 

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Reblogged: Announcement: MLA 2017 Special Session on Godwin, Shelley, and Hazlitt — Pamela Clemit

A Special Session will be held at the 2017 MLA Annual Convention (Philadelphia, 5-8 January) on Thursday 5 January, 1:45-3:00 p.m., 104B, Pennsylvania Convention Center. Reloading the Romantic Canon: New Texts and Contexts from Godwin, Shelley, and Hazlitt Until the last two decades of the twentieth century, the canon of British Romantic authors installed by the […]

via Announcement: MLA 2017 Special Session on Godwin, Shelley, and Hazlitt — Pamela Clemit

CA: Philatelie als Kulturwissenschaft – Berlin 01/16

Zentrum für Literatur- und Kulturforschung
15.01.2016-16.01.2016, Berlin, Museum für Kommunikation Berlin,
Leipziger Str. 16, 10117 Berlin

Obwohl Erfindung und Verwendung der Briefmarke die Kommunikation in der
Moderne geprägt haben, ist ihre Bedeutung in den Kunst-, Kultur- und
Sozialwissenschaften kaum gewürdigt worden. Im Gegensatz zur Numismatik
ist die Philatelie keine akademische Disziplin geworden, da Briefmarken
- anders als Münzen - keine lange, in die Antike zurückweisende
Tradition haben. In dieser Hinsicht lässt sich die Briefmarke mit der
Photographie vergleichen. Beide haben sich seit etwa 1840 als neue
Bildmedien etabliert, beide wurden von den etablierten Wissenschaften
und Künsten über Jahrzehnte hinweg ignoriert. Doch sind Fotos inzwischen
Gegenstand unzähliger Untersuchungen in unterschiedlichen Disziplinen
geworden.

Wie im Falle der Photographie haben sich zunächst vor allem akademische
Außenseiter mit Briefmarken beschäftigt. Unter ihnen ragen aus heutiger
Sicht Aby Warburg und Walter Benjamin hervor, die unabhängig voneinander
1927 Überlegungen zur historischen, politischen und ästhetischen
Bedeutung des Gegenstands formuliert haben: Warburg in einem Vortrag,
der eng mit seinem letzten Dokumentationsprojekt, dem Bilderatlas
»Mnemosyne«, verknüpft war; Benjamin in einem Feuilleton-Beitrag, den er
in sein Aphorismen-Buch »Einbahnstraße« (1928), einem frühen Versuch zur
Diagnose der Moderne, übernahm.

In beiden Fällen handelt es sich um knappe Ideenskizzen, deren Bedeutung
lange Zeit übersehen wurde: Warburg veröffentlichte seinen Vortrag
nicht, Benjamins Formulierungen waren stark poetischer Natur. Dennoch
werden hier erstmals Theorien skizziert, die in der neueren Kunst- und
Kulturgeschichtsschreibung herausragende Bedeutung bekommen haben: die
massenhafte Reproduktion und die globale Verbreitung von Bildern, die
Bedeutung populärer Bilder als Ausdruck kollektiver Denk- und
Vorstellungswelten, das Sammeln als kulturanthropologisches Phänomen,
die Dokumentation alltäglicher Gebrauchsgegenstände als Grundlage der
Kulturgeschichtsschreibung, Mikrologie als Methode philologischer und
kulturwissenschaftlicher Analyse.

Das Kolloquium wird die Ideen Warburgs und Benjamins aufgreifen, um den
kulturhistorischen, politischen und ästhetischen Status der Briefmarke
zu analysieren.


Eine Tagung des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung Berlin (ZfL)
in Kooperation mit dem Museum für Kommunikation Berlin

Konzept und Organisation: Dirk Naguschewski, Detlev Schöttker (ZfL)

Mit freundlicher Unterstützung durch SCHLEGEL - Berliner Auktionshaus
für Philatelie

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Freitag, 15.01.2016
(Öffnungszeiten des Museums 9.00-17.00)

9.15-11.00
Oliver Götze (MfK)/ Dirk Naguschewski (ZfL)/ Detlev Schöttker (ZfL):
Begrüßung

Moderation: Dirk Naguschewski (ZfL)

Andreas Hahn (Archiv für Philatelie Bonn): Essenz einer Nation? Die
Germania-Marken des Deutschen Reichs

Detlev Schöttker (ZfL): Politische Philatelie in der Weimarer Republik.
John Heartfield und Wieland Herzfelde

11.30-13.00
Moderation: Detlev Schöttker (ZfL)

Gottfried Gabriel (Jena):  Die politische Bildersprache der Briefmarken

Oliver Götze (MfK): Post von d'Annunzio. Propaganda auf Briefmarken des
Freistaates Fiume, 1919-1924

14.00-16.30
Moderation: Oliver Götze (MfK)

Franz-Josef Pütz (Berlin): Briefmarken als Medium der Kommunikation. Das
Beispiel Afghanistan seit 1928

Roman Siebertz (Bonn): Briefmarken als politisches Medium. Das Beispiel
Irans

Silke Plate (Bremen): Visuelles Protest-Medium. Die
»Untergrundbriefmarken« der polnischen Oppositionsbewegung der 1980er
Jahre


Samstag, 16.01.2016
(Öffnungszeiten des Museums 10.00-18.00)

10.30-13.00
Moderation: NN

Steffen Haug (HU Berlin): Die philatelistische Korrespondenz Warburgs

Frank Zöllner (Leipzig): Die Geburt der Bildwissenschaft aus dem Geist
der Philatelie? Aby Warburg und die Briefmarke

Michael Diers (HfbK Hamburg/HU Berlin): Meerfabrik und Fieberkram.
Briefmarkenzeichen bei Warburg, Benjamin und in der Nachfolge

14.00-15.30
Moderation: Margarete Vöhringer (ZfL)

Isabella Woldt (Warburg Institute London): Von der Tapisserie bis zur
Briefmarke. Warburgs Florentiner Vortrag von 1927

Tom Steinert (TU Berlin): Komplexe graphische Repräsentation im Werk von
Otto Rohse

16.00-17.30
Moderation: Eva Geulen (ZfL)

Dirk Naguschewski (ZfL): Markenkunst

Ulrike Vedder (HU Berlin): Plot und Paranoia. Zur historiographischen
Funktion literarischer Briefmarken bei Pynchon, Roth und Schrott

Tagung - Philatelie als Kulturwissenschaft
<http://www.zfl-berlin.org/veranstaltungen-detail/items/philatelie-als-kulturwissenschaft.html>

URL zur Zitation dieses Beitrages
<http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=29787>


CA: Epistolary cultures (18-19 March 2016, York)

Title of conference: Epistolary cultures – letters and letter-writing in early modern Europe
Organisers: Dr Freya Sierhuis (freya.sierhuis@york.ac.uk); Dr Kevin Killeen (kevin.killeen@york.ac.uk)
Date: 18. – 19. 03. 2016
Location: The Tree House, Berrick Saul Building

Description: From the place of Cicero’s intimate letters in the development of Renaissance humanism, to the knowledge networks of merchants, collectors and scientists, to the role of women in the republic of letters, recent years have seen a flowering of studies on the practice of letter-writing in Early Modern Europe, as well as major editing projects of early modern letters – Hartlib, Comenius, Scaliger, Casaubon, Browne, Greville, and the EMLO and Cultures of Knowledge projects. This conference will explore the many aspects of early modern epistolary culture in the sixteenth and seventeenth century in its Latin and vernacular forms. It will consider topics such as the intellectual geographies of letter-writing, the connections between vernacular and Latin letter cultures, questions of genre, rhetoric and style, as well as the political, religious, and scientific uses of letters.

This conference brings together speakers, both established and emergent, from around the globe, who are working on early modern letter writing and its networks, whether professional, for personal and intimate communication, or within scientific and humanist cultures. Strands of the conference will explore the material forms of writing, letter writing theory, and the importance and use of existing collections. Speakers come from a multitude of disciplines and one key goal of the conference will be consider how these disparate areas respond to early modern letter writing theory and practice.

The conference includes a workshop, which involves hands-on reconstruction of early modern letter writing devices for ‘letter-locking’ using paper, wax and seals, led by a team from MIT and Oxford.


 

This information was originally published on the website of the Centre for Renaissance and Early Modern Studies, University of York (CREMS); a conference programme and further information can be found there.

CA: ‘Wie immer Ihr Th. F.’, Potsdam (Germany), 17-19 September 2014

Conference: ‘Wie immer Ihr Th. F.’ Theodor Fontanes Briefe im Kontext
Date: 17.09.2014 – 19.09.2014
Organized by: the Theodor-Fontane-Archive & the Theodor Fontane Society in cooperation with the Institut für Germanistik at Potsdam University
Venue: Potsdam University, Campus Griebnitzsee, Haus 6
Basic conference fee: € 60 (free for students)

Information on additional fees (for the conference dinner, participation in an excursion, attendance at a reading/concert etc.) and the programme can be found here.

If you have any questions about the conference or would like to register please contact:

Rainer Falk
Theodor-Fontane-Archiv
Villa Quandt
Große Weinmeisterstr. 46/47
14469 Potsdam
Germany
rfalk@uni-potsdam.de

Updates regarding the programme will be publicised via the organizers’ websites http://www.fontanearchiv.de & http://www.fontane-gesellschaft.de .

Registration for: What is a letter? (2 to 4 July 2014, Oxford)

Registration is now open for the international symposium

What is a letter? An interdisciplinary approach
2 to 4 July 2014, at St Edmund Hall, Oxford

Conference fee: £18
payable in advance (ideally by cheque) or on the day; partial attendance is possible

Please note that places are limited and are available on a first-come first-served basis.

To register, contact
Dr Marie Isabel Matthews-Schlinzig (isabel.matthews-schlinzig@seh.ox.ac.uk) or
Caroline Socha (caroline.socha@gs.uni-heidelberg.de)
by Wednesday, 25 June 2014.

Please click here for the symposium programme.

More information about the symposium can be found here.

Conference announcement: Schreiben in die alte Heimat […]

Conference title: Auswandererbriefe in der Kultur des 19. Jahrhunderts, Interdisziplinärer Workshop in Kooperation mit der Nordamerikaauswandererbriefsammlung (NABS) der Forschungsbibliothek Gotha
Organised by:  Anna-Maria Post (Universität Erfurt),  Prof. Dr. Wolfgang Struck (Universität Erfurt)
Date and venue: 12 – 13 June 2014; Schloss Friedenstein in Gotha, Seminarraum des Pagenhauses
Please register with: Anna-Maria Post (anna-maria.post@uni-erfurt.de)

“Nach Amerika!” — in der Zeit von 1820 bis 1930 folgten ca. 6 Millionen Deutsche diesem Ruf und machten somit das lange 19. Jahrhundert zum Zeitalter der Massenauswanderung. Innerhalb dieser Zeitspanne werden ca. 250 Millionen Briefe zwischen Amerika und der alten Heimat ausgetauscht. Diese Auswandererbriefe zeugen bis heute von den vielfältigen Beweggründen für Auswanderung, von Problemen und Krisen während der Integration in die ,Neue Welt’, sowie von Konfrontation mit der fremden Kultur und der damit einhergehenden Reflektion des Eigenen. Von der Bedeutung der Auswandererbriefe für die Kultur des 19. Jahrhunderts zeugt darüber hinaus das zahlreiche Aufkommen von Auswandererbriefen in den verschiedensten Medien. Nicht nur in Auswandererperiodika und -ratgeberliteratur, wo Briefe zu Werbezwecken für die Auswanderung abgedruckt wurden, sondern auch in Zeitungen, illustrierten Familienblättern, Volkskalendern und politischen Pamphleten werden Auswandererbriefe medial verbreitet. Zahlreiche Stiche und Gemälde zeigen darüber hinaus Leseszenen von Auswandererbriefen. Und nicht zuletzt greifen literarische Texte in vielfältiger Art und Weise auf Auswandererbriefe als Element ihrer Erzählung zurück, wodurch die ,Briefe aus Amerika’ in einen fiktiven Rahmen gerückt werden.

Die historische Forschung hat Continue reading