CA: Gezähnte Geschichte – Die Briefmarke als historische Quelle – Erfurt 10/17

Organizers: Silke Vetter-Schultheiß (TU Darmstadt), Pierre Smolarski (FH Bielefeld), René Smolarski (Universität Erfurt)
Date/Place/Venue: 12.10.2017, Erfurt, Universität Erfurt, Nordhäuser Str. 63, 99089 Erfurt

Description: Briefmarken sind Gegenstände der Alltagsästhetik, die planvoll eingesetzt werden können und bisweilen auch gezielt Verwendung finden um Einfluss auf die kulturelle, politische oder ökonomische (Selbst)Wahrnehmung eines Landes zu nehmen. Mag auch, wie Gottfried Gabriel betont, die Einschätzung Aby Warburgs übertrieben sein, wonach, selbst wenn alle Dokumente verloren gingen, es genüge ein vollständiges Markenalbum zu haben, um die “Total-Reconstruktion der Weltkultur im technischen Zeitalter” (Any Warburg) zu leisten, so gilt doch: Postwertzeichen sind ein Ausweis der geführten Debatten, ein Spiegel der propagierten Selbstwahrnehmungen und vor allem auch ein Teil der eigenen Geschichtsschreibung sowie Traditionswahrung und -erfindung (Hobsbawm/Ranger 1983). Trotzdem die kleine Gebührenquittung in eben diesem Sinne durchaus auf wirkmächtige Kronzeugen wie Aby Warburg oder Walter Benjamin zurückgreifen kann, steht eine umfassende Betrachtung und Kritik der Briefmarke als historische Quelle noch aus. Die Tagung “Gezähnte Geschichte. Die Briefmarke als historische Quelle” wird versuchen diese Lücke zu schließen helfen.

Programme:
DONNERSTAG – 12.10.2017
ab 15:00: Registrierung
16:00-16:30: Begrüßung
16:30-17:30: Keynote: Gottfried Gabriel (Konstanz)
18:00-19:00: Keynote: Gerhard Paul (Flensburg)

FREITAG – 13.10.2017
09:00-10:30: Sektion 1 – Umweltgeschichte: Christian Rohr (Bern) / Silke
Vetter-Schultheiß (Darmstadt)
11:00-12:30: Sektion 2 – Nationalsozialismus: Franz Tröger (Bamberg) /
René Smolarski (Erfurt)
13:30-15:00: Sektion 3 – Zeit und Raum: Jasper M. Trautsch (Regensburg)
/ Friedrich von Petersdorff (Fronhausen)
16:30-18:00: Sektion 4 – Kalter Krieg: Daniel Börner (Jena) / Oliver
Benjamin Hemmerle (Grenoble)
18:15-19:30: Abendvortrag: Christoph Kuhlmann (Ilmenau)

SAMSTAG – 14.10.2017
09:00-10:30: Sektion 5 – International: Sebastian Liebold (Chemnitz) /
Florian Martin Müller (Innsbruck)
11:00-12:30: Sektion 6 – Technikgeschichte: Annemarie Müller (Jena) /
Elisabeth Schaber (Leipzig)
13:30-15:00: Sektion 7 – Politikgeschichte: Tilmann Siebeneichner
(Berlin) / Markus Pohl (Paderborn)
16:30-18:00: Sektion 8 – Deutsch-Deutsche-Geschichte: Christian Könne
(Kaiserslautern) / Björn Onken (Essen)

SONNTAG – 15.10.2017
09:00-10:30: Sektion 9 – Religions- und Medizingeschichte: Dietrich
Ecklebe (Blankenburg) / Pierre Smolarski (Wuppertal/Bielefeld)
11:00-12:30: Sektion 10 – Gesellschaft und Kultur: Sebastian Knoll-Jung
(Stuttgart) / Thomas Richter (Aachen)
ab 13:00: Abschlusssitzung

RAHMENPROGRAMM
Ausstellung des Landesverbandes Thüringer Philatelisten e.V. (in
Planung)

Contact:
Silke Vetter-Schultheiß
vetter-schultheiss@pg.tu-darmstadt.de

Conference website:

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Reblogged – Conference report: Probleme digitaler Erfassung und Edition von Briefwechseln – Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620)

Report by Max Graff, Forschungsstelle Theologenbriefwechsel im deutschen Südwesten 1550-1620, Heidelberger Akademie der Wissenschaften

Anfang 2017 wurde an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften die Arbeit an einem neuen Langzeitprojekt aufgenommen. Die Forschungsstelle „Theologenbriefwechsel im Südwesten des deutschen Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620)“ erfasst, dokument und ediert die Korrespondenzen der führenden Theologen der Kurpfalz, Württembergs und Straßburgs.[1] Am 22. und 23. März 2017 fand in Heidelberg ein Arbeitsgespräch mit Experten aus dem Bereich der Digital Humanities sowie Mitarbeitern von thematisch und/oder zeitlich ähnlich ausgerichteten Forschungsprojekten statt.

In seinem Eröffnungsvortrag umriss der Forschungsstellenleiter CHRISTOPH STROHM (Heidelberg) Intention und Relevanz des neuen Vorhabens. Obwohl gerade Briefe eine besonders aufschlussreiche Quelle für die Erforschung der Motive und Mechanismen jener Prozesse seien, die ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts grundlegend für die Entstehung der modernen europäischen Gesellschaften waren, würden die mehrheitlich handschriftlich überlieferten Korrespondenzen von Theologen des 16. und frühen 17. Jahrhunderts von den Digitalisierungsprogrammen kaum erfasst. Dem Narrativ, das den Weg in die Moderne einseitig als Prozess der fortschreitenden Säkularisierung erklärt, habe die Forschung in den letzten Jahrzehnten besonders in Bezug auf die Zeit von 1550-1620 ein Modell entgegengestellt, das von einem vielseitigen Ineinander von Säkularisierung und Konfessionalisierung ausgeht – ein Vorgang, der auch in der heutigen gesellschaftspolitischen Situation in Teilen der Welt von großer Aktualität ist. Die Theologen nahmen in dieser Entwicklung eine Schlüsselrolle ein – weshalb gerade ihre Korrespondenz zu erforschen sei. Die konfessionelle Konstellation im Südwesten des Reichs mache dieses Gebiet als Untersuchungsraum besonders attraktiv. Im ökonomisch und kulturell starken Zentrum Mitteleuropas herrschte eine äußerst produktive innerprotestantische Konkurrenzsituation: Das lutherische Herzogtum Württemberg (mit der einflussreichen Universität Tübingen) exportierte sein Modell ins gesamte Reich; die calvinistisch-reformierte Kurpfalz mit der Universität Heidelberg als intellektuellem Zentrum schuf die Grundlage für die Verbreitung des Calvinismus in ganz Europa und darüber hinaus. Straßburg schließlich folgte zunächst einem an der auf Ausgleich bedachten Theologie und Kirchenpolitik Martin Bucers orientierten Modell, bevor sich auch hier die lutherische Variante durchsetzte. Zudem fanden die ersten Bemühungen um innerprotestantischen Ausgleich im Südwesten statt (schon 1534 mit der württembergischen Konkordie, die zur Grundlage der Wittenberger Konkordie wurde). Schließlich haben die beiden großen späten protestantischen Bekenntnisse – der Heidelberger Katechismus (1563) und die Konkordienformel (1577) – hier ihren Ursprung.

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[1]http://www.haw.uni-heidelberg.de/forschung/forschungsstellen/thbw.de.html(17.05.2017).


Citation of report: Tagungsbericht: Probleme digitaler Erfassung und Edition von Briefwechseln – Theologenbriefwechsel im Südwesten des Reichs in der Frühen Neuzeit (1550-1620), 22.03.2017 – 23.03.2017 Heidelberg, in: H-Soz-Kult, 24.05.2017, .

Tessa Whitehouse on ‘the Epistolary Construction of Christian Friendships’, Enlightenment Correspondences Network, 13 June 2017, Oxford

Who? : Tessa Whitehouse (Queen Mary University of London)

What? : presentation of a paper entitled ‘“from benevolent hearts & polish’d able pens what may not be hop’d for?”: the Epistolary Construction of Christian Friendships’; session of the TORCH Enlightenment Correspondences Network

Abstract:
‘Anglophone women letter-writers who were excluded from the mainstream socio-political British establishment due to their gender, religious affiliation or nationality showed themselves to be adept at deploying the linguistic and material practices of epistolary literacy to secure their place as social brokers. This paper will examine the ‘structure of feeling’ that found expression within, and helped to constitute, what Konstantin Dierks has called the ‘emerging new standard for social interaction’ of conducting friendly relationships by letters. It will consider how women used their epistolary literacy and the bonds of friendship to shape inclusive imagined worlds of faith and feeling.’

When? : Tuesday, 13 June 2017, 12.30 until 2 p.m.

Where? : Ertegun House (37A St Giles, Oxford OX1 3LD)

Information courtesy of Dr Kelsey Rubin-Detlev (Oxford); to register and for enquiries contact: enlightenmentcorr@gmail.com (by 6 June)

Workshop ‘Korrespondenzen und Nachlassmaterialien um 1800’, 22/23.5.17, Rostock

Universitätsbibliothek Rostock
22.05.2017-23.05.2017, Rostock, Universität Rostock,
Universitätshauptgebäude, Konzilzimmer

Im Rahmen des DFG-Projekts “Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Oluf Gerhard Tychsen (1734-1815) – Quellen zur jüdischen Geschichte und zu orientalistischen Gelehrtennetzwerken im Zeitalter der Aufklärung” veranstaltet die Universitätsbibliothek Rostock am 22./23. Mai einen Workshop zum Thema “Korrespondenzen und Nachlassmaterialien um 1800”. Während am ersten Tag des Workshops die Erschließung, digitale Edition und Präsentation von Quellenmaterialien im Fokus stehen, werden am zweiten Tag Möglichkeiten der wissenschaftlichen Auswertung, vor allem im thematischen Umfeld des Tychsen-Nachlasses (Arabistik,Judaistik, Orientalistik…), vorgestellt und diskutiert.

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Montag, 22. Mai 2017

11.00 Uhr Begrüßung
Robert Zepf, Rostock

11.30 Uhr Nachlässe im Verbund erschließen. Kalliope: Sachstand und Perspektiven
Gerhard Müller, Berlin

12.00 Uhr Erschließung und Digitalisierung des Nachlasses von Oluf Gerhard Tychsen
Anne Glock, Karsten Labahn, Heike Tröger, Rostock

14.00 Uhr Digitale Edition der Briefe und Rezensionen Albrecht von Hallers (1708-1777): Ein Erfahrungsbericht zum Auf- und Ausbau einer Editions- und Forschungsplattform
Christian Forney, Bern

14.30 Uhr Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte: Eine Online-Quellenedition, die gelesen werden will
Daniel Burckhardt, Hamburg

15.30 Uhr Digitale Briefeditionen an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Stefan Dumont, Berlin

16.00 Uhr Erfassen – Veröffentlichen – Forschen. Perspektiven zur Erschließung von musealen Objekten im bibliothekarischen Kontext
Frank Dührkohp, Göttingen

16.30 Uhr Aktuelle Entwicklungen und mögliche Perspektiven in der Bestandserschließung orientalischer Handschriften am Beispiel der Sammlung von Heinrich Friedrich von Diez (1751-1817)
Christoph Rauch, Berlin

Abendvortrag
19.00 Uhr Die Bedeutung jüdischer Tradition und Kultur für den Islam
Hartmut Bobzin, Erlangen

Dienstag, 23. Mai 2017

09.30 Uhr Von der Theologie zur Philologie? Oluf Gerhard Tychsen und die Orientalistik der Aufklärung
Sabine Mangold-Will, Köln

10.15 Uhr Arabische und türkische Briefnetzwerke in der frühen Orientalistik
Boris Liebrenz, New York / Berlin

11.30 Uhr Tychsens Beitrag zur Entzifferung der Keilschrift: ein Werkstattbericht
Anja Piller, Osnabrück / München

14.00 Uhr Kabbalistic amulets of Rabbi Jonathan Eibeschuetz and their interpretation in the works of Sigmund Joseph Baumgarten
Pawel Maciejko, Baltimore

14.45 Uhr Tychsen, the Scandinavian Christian Yiddishists, and Yiddish Bibliophilie
Brad Sabin Hill, Washington

16.00 Uhr Freundschaft und Feindschaft in Bützow – O. G. Tychsen und seine Korrespondenzen mit Markus Moses und J. G. C. Adler
Michael Busch, Malgorzata Maksymiak, Rostock

16.45 Uhr Die Edition der Korrespondenzen Oluf Gerhard Tychsens – ein Projekt und seine Legitimation
Hillard von Thiessen, Rostock

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Karsten Labahn

Universitätsbibliothek Rostock
Albert-Einstein Str. 6, 18059 Rostock

Homepage
http://www.ub.uni-rostock.de/ub/xDLib/projects-vd18_xde.shtml

URL of original publication
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/termine/id=34105

Reblogged: Upcoming Enlightenment Correspondences session

The next session of the TORCH Enlightenment Correspondences Network will take place on Tuesday, 31 January 2017, 1-2 p.m. (sandwiches available from 12.45), at Ertegun House (37A St Giles, Oxford OX1 3LD). Our speaker will be Professor Nicole Pohl (Oxford Brookes University), with a talk entitled ‘“Cosmopolites or Nationalists?”: Mme de Stael, Anna Amalia of […]

via Nicole Pohl, ‘“Cosmopolites or Nationalists?”: Mme de Stael, Anna Amalia of Saxe-Weimar, Frederick II, Rahel Varnhagen and Caroline de la Motte-Fouque in Dialogue’ — Enlightenment Correspondences

Felix Waldmann (Cambridge), ‘The Correspondence of David Hume’ — Enlightenment Correspondences

Welcome back to another year of the TORCH Enlightenment Correspondences Network! Our first speaker will be Felix Waldmann (Cambridge), whose talk on ‘The Correspondence of David Hume’ has been rescheduled for Tuesday, 22 November (Seventh Week), at Ertegun House (37A St Giles). Sandwiches will be available from 12.45, with the seminar beginning at 1. If […]

via Felix Waldmann (Cambridge), ‘The Correspondence of David Hume’ — Enlightenment Correspondences

A librettist and his composer: Stefan Zweig and Richard Strauss as seen through their letters (guest post by Kimberly Taylor)

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Stefan Zweig, ca. 1935. Photographer unknown. Stefan Zweig Collection, Reed Library Archives & Special Collections.

In February 1935, Austrian Stefan Zweig (1881-1942), commonly regarded as the most translated German language author of his time, wrote to German composer Richard Strauss (1864-1949), “One day, your letters, your decisions, will belong to all mankind.” (Richard Strauss and Stefan Zweig, A confidential matter: the letters of Richard Strauss and Stefan Zweig, 1935-1935, trans. Max Knight. Berkeley: University of California Press, 1977, 67.) Having recently completed the libretto for Strauss’s opera Die schweigsame Frau, this solemn admonition was a response to Strauss’s suggestion that, due to political developments, the two might do well to continue their artistic collaborations in secret. Aware of the impending jeopardy in which his association with Zweig – a Jewish writer with a now-dangerously high profile – was sure to place him, Strauss, then head of Hitler’s Reichsmusikkammer, had entreated, “Should I have the good fortune to receive one or several new libretti from you, let us agree that nobody will ever know about it.” (Ibid., 67.) It was a policy to which Zweig could never adhere as artist or citizen, whether to the end of his own safety or in deference to a musical genius he considered to be the apotheosis of his generation. Beyond its case-specific context, Zweig’s caution to Strauss demonstrates the former’s belief in the potency of epistolary correspondence in fleshing out the historical record. Zweig himself composed thousands of letters in his lifetime, many of which have indeed survived to the great benefit of posterity, academic and otherwise. In another communication with Strauss, seen below, Zweig wrote, “… nur jetzt keine Uraufführung in Deutschland!”, concerned that Strauss’s insistence on the premiere of the opera in Germany would further enable both the work itself and its creator to be used as political pawns.

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1st page of letter from Stefan Zweig to Richard Strauss, 13 December 1934. The Stefan Zweig Collection, Reed Library Archives & Special Collections.

The above exchange comprises only a snippet of the revealing missives sent between Strauss and Zweig in the early 1930s which will be the focus of an exhibition planned as part of an upcoming celebration of Stefan Zweig and his lifelong proclivity for music, Zweig at Fredonia 2016, a 3-day event offering lively discussion, a musical performance – including selections from the now infamous libretto which heralded Strauss’s resignation of his post on the Reichsmusikkammer, and the 4th Biennial Stefan Zweig Lecture, all to be held on the campus of The State University of New York at Fredonia in New York State.

The exhibition, Zweig and Strauss: Artistic Collaboration in a Time of War (3-27 October 2016), will emphasize selected correspondence alongside other manuscripts held by Fredonia’s Archives & Special Collections. Fredonia’s renowned Stefan Zweig Collection, the most significant and extensive archive of Zweig manuscripts in North America, was initiated in 1967 with a purchase of documents from Zweig’s first wife, Friderike, then living in the northeastern United States. Her selection of Fredonia as the permanent repository for the manuscript correspondence between herself and Zweig was encouraged in no small part by a longtime acquaintance of both hers and her first husband, Dr. Robert Rie, then a Professor of German Studies at Fredonia. Among the most precious items included in Friderike’s Nachlass was Zweig’s last letter to her, composed (in English, to avoid war-time censorship) in 1942 the day before he and his second wife, Lotte, were found dead – a double suicide – in their adopted home of Petrópolis, Brazil.

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“Dear Friderike when you get this letter I shall feel much better than before …” Final letter from Stefan Zweig to Friderike Zweig, 22 February 1942. The Stefan Zweig Collection, Reed Library Archives & Special Collections.

Further accruals to the Zweig Collection at Fredonia would include the voluminous correspondence containing over 6,000 letters, postcards and other epistolary devices written to Zweig from some of the most pivotal writers, artists, musicians, composers and intellectuals of his age. Among the hundreds of correspondents – including the likes of Felix Braun, Max Brod, Georges Duhamel, Sergei Eisenstein, Benno Geiger, Pierre Jean Jouve, James Joyce, Frans Masereel, Joseph Roth, Albert Schweitzer, Fritz von Unruh and Virginia Woolf – Strauss himself was no mean contributor. His correspondence alone comprises over 75 items sent to Zweig between 1931 and 1935, for the latter a period of time fraught with, at best, uncertainty about the future and, at worst, the unambiguous realization that his livelihood, life, and limb lay within the ever-increasing reach of oblivion. Zweig himself, though perpetually and avowedly apolitical insofar as he could manage, endured constant pressure from many sides to use his authorial notoriety as a spokesperson against the rising Nazi influence. However, he consistently refused to play such a role, as seen in a letter he wrote to Strauss from Zurich, dated 19 May 1935: “As an individual one cannot resist the will or insanity of a whole world; enough strength is needed to remain firm and self-respecting and to reject all feelings of bitterness and hatred. This alone has become a sort of accomplishment these days, and is almost harder than writing books.” (Ibid., 93. This letter from Stefan Zweig to Richard Strauss is held by the Richard-Strauss-Institut in Garmisch-Partenkirchen, Germany.) Zweig seemed unwilling to allow the insanity of the world interfere with either his art or his humanity.

Although the focus of events for Zweig at Fredonia 2016 will concentrate on the author’s relationship with Strauss and music, the collection as a whole encompasses an interdisciplinary scope of immeasurable value to scholars everywhere, elucidating not only Zweig’s own aesthetic acumen but his unwavering support of and collaboration with the greatest thinkers and creators of his era. He was, in fact, a true man of letters.

Zweig at Fredonia 2016 details:

Dates: 3-5 October 2016
Location:  The State University of New York at Fredonia, Fredonia, NY
Organizers: Birger Vanwesenbeeck (vanweseb@fredonia.edu);
Kim Taylor (taylokr@fredonia.edu)

3 October 2016
15:30, Zweig and Strauss: A Continuing Conversation
Faculty panel led by musicologist Dr. Matthew Werley (Oxford).
17:00, Zweig and Strauss: Artistic Collaboration in a Time of War
Opening of manuscript exhibit featuring correspondence written by Strauss to Zweig from Fredonia’s Stefan Zweig Collection.

4 October 2016
20:00, Selected Songs and Arias of Richard Strauss
Fredonia School of Music faculty and students perform songs and arias of Richard Strauss, including excerpts from Die schweigsame Frau.

5 October 2016
18:00, 4th Biennial Stefan Zweig Lecture
Keynote lecture by George Prochnik, author of The Impossible Exile: Stefan Zweig at the End of the World (2014).

Website: http://fredonia.libguides.com/archives/zweig
Blog: https://zweigatfredonia.com/
Twitter: @FREDarchives

Note on the author: Kimberly Taylor is Coordinator of Archives & Special Collections, Daniel A. Reed Library, The State University of New York at Fredonia